Montag 10.2.2020

Am Montag begann unsere lange Reise nach England. 49 Schüler und die Lehrer Frau Thomae, Frau Markmann, Herr Weisenburger, Herr Trzebitzky und Herr Haufe trafen sich um 5:30 Uhr an der Schule. Da für diesen Tag ein heftiger Sturm angesagt war, waren wir alle froh, dass die Reise trotzdem stattfinden konnte.

Nachdem wir uns von allen verabschiedet hatten, fuhren wir los. Unser Weg ging erst durch Deutschland und dann durch Belgien nach Calais in Frankreich. Nachdem uns im Bus erklärt wurde, wie wir uns bei der Grenzkontrolle zu verhalten haben, musste unser Bus vor dieser warten.

Dort haben wir zugesehen, wie der Bus vor uns kontrolliert wurde. Plötzlich krochen vier Polizisten unter den Bus und wir beobachteten wie sie eine Tasche hervorzogen. Erschreckenderweise kam als nächstes ein Flüchtling unter dem Bus zum Vorschein, der sich wohl im Motorraum versteckt hatte.

Als alle unsere Pässe kontrolliert wurden, waren wir sehr geschockt von diesem Erlebnis. Wir setzten uns wieder in unseren Bus und dachten, wir könnten jetzt gleich auf die Fähre fahren. Das war leider nicht der Fall. Wir wurden einer Fähre zugewiesen, die einige Zeit früher abfahren sollte als unsere eigentliche. Leider wurde uns mitgeteilt, dass unsere Fähre verspätet war und wir deshalb doch warten mussten.

Als Entschuldigung für die Verspätung bekamen wir einen Gutschein, den wir auf der Fähre gegen Essen und Trinken einlösen konnten. Die halbe Stunde Verspätung wurde zu 3 Stunden und schließlich legten wir erst um 18:30 in Calais ab. Da es immer noch sehr windig war schaukelte die Fähre hin und her.

Einigen wurde deshalb schlecht, aber sie wurden von ihren Mitschülern und den Lehrern gut versorgt. Nach zweistündiger Überfahrt fuhren wir im ungewohnten Linksverkehr weiter nach zu unserem Zielort. Eastbourne, wo wir in der nächsten Woche in Gastfamilien wohnen würden, erreichten wir nach zwei weiteren Stunden.

Eigentlich sollten wir bei unseren Gastfamilien zu Abend essen, aber da es spät geworden war, gab es bei den meisten nur einen kleinen Snack auf dem Zimmer. Nach der langen Fahrt gingen alle müde und erschöpft ins Bett.

Lucia und Linda R.

Dienstag 11.2.2020

Am Dienstag war unser erster richtiger Tag in England. Da wir am letzten Abend erst spät angekommen waren, trafen wir uns erst um 8:30 Uhr, was 9:30 Uhr der deutschen Zeit entspricht. Zuerst fuhren wir kurz zu den Klippen in der Nähe von Eastbourne.

Als wir aus dem Bus ausstiegen, wurden wir von heftigem Wind empfangen. Die Küstenwacht warnte uns nicht näher als 50m an die Klippen heranzugehen. Als wir losliefen, merkten wir sofort, was die Küstenwacht gemeint hatte und so mussten wir z.B. den Berg nach vorne gebeugt herunterlaufen, da wir sonst hingeflogen wären.

Trotz des Windes hatten wir eine großartige Aussicht über den Ärmelkanal, da der Himmel wolkenlos war. Außerdem kamen wir an einem klassischen rot-weiß gestreiften Leuchtturm vorbei, von dem viele Fotos gemacht wurden. Am Ende der Wanderung wollten wir eigentlich zum Strand runtergehen, aber der Strand war wegen der Flut und den hohen Wellen gesperrt. Als wir ein Gruppenbild mit den Felsen im Hintergrund gemacht hatten, ging unsere Fahrt weiter nach Brighton.

Giulia und Linda S.

Ab 13 Uhr waren wir in Brighton. Durch die Busfahrt waren alle wieder aufgewärmt und so gingen wir zum Royal Pavillion, der im 19. Jahrhundert von einem englischen Prinzen und späterem König bewohnt wurde. Als es dann endlich losging, teilten wir uns in zwei Gruppen auf.

Alle mussten ihre Rucksäcke auf dem Bauch tragen, was lustig und komisch zugleich war. Die meisten fanden die Küche das interessanteste Zimmer, weil es so faszinierend und unglaublich war, dass alle Töpfe aus Kupfer und somit extrem teuer sind. Alles in allem war die Besichtigung des Royal Pavillion sehr interessant.

Danach hatten wir freie Zeit in Brighton, die wir alle unterschiedlich genutzt haben. Manche gingen etwas essen, shoppen oder einfach durch die Stadt zum Strand. Jede Gruppe konnte machen, was sie wollte und das hat jedem viel Spaß gemacht. Gegen 16:30 fuhren wir mit dem Bus wieder zurück nach Eastbourne zu unseren Gastfamilien. Dort hatten wir noch einen schönen Abend und konnten uns von dem aufregenden und anstrengenden Tag ausruhen.

Ellie und Hannah

Mittwoch 12.2.2020

Am Mittwoch sind wir nach London gefahren. Dort angekommen haben wir den bunten Camden Market mit seinen vielen kunstvollen Einkaufsmöglichkeiten besucht. Dieses waren zum Beispiel Souvenirgeschäfte mit zahlreichen typisch englischen Sehenswürdigkeiten, Essensstände bestückt mit vielen unterschiedlichen Snacks und die unter der Erde liegenden alten „Stables“, in denen man Kleidung, Souvenirs und Kunst aller Art finden konnte.

Eineinhalb Stunden später sind wir mit der U-Bahn Richtung Tate Modern gefahren. Eine der fünf U-Bahn Gruppen hat dabei einen Umweg gemacht und ist eine Station mehr gefahren. In der Tate Modern konnten wir uns verschiedene Kunstausstellungen anschauen und die Aussicht von einem hohen Turm über ganz London genießen.

Laura und Mia

Um ca. 16:00 Uhr kamen wir am Globe Theatre an. Nun wurden wir in zwei Gruppen unterteilt. Ein Schauspieler namens Mike empfing uns herzlich und erzählte uns als erstes etwas über Shakespeare und die Geschichte des Globe Theatre. Als nächstes gingen wir in das große Freilufttheater, wo er uns einiges erklärte und wir uns selbständig umschauen und Fotos machen durften.

Nachdem wir fertig waren, liefen wir ca. zwei Minuten zu einem Proberaum außerhalb des Theaters. Dort begann dann der eigentliche Workshop. Wir machten Aufwärmübungen in Form von Spielen. Zum Beispiel sollten die Mädels wie Jungs durch den Raum laufen und die Jungs wie Mädels. Das sah teilweise sehr lustig und verrückt aus und machte viel Spaß.

Um unsere Gesichter aufzuwärmen zogen wir witzige Grimassen. Dann fingen wir an, einzelne Teile aus Szenen von Shakespeares Theaterstücken nachzuspielen (z.B. aus Romeo und Julia). Nach Rückmeldung einiger Mitschüler und Mitschülerinnen war es eine schöne Erfahrung und einige würden gerne weitere Theaterproben durchführen. Abends waren dann alle sehr müde und froh in den Gastfamilien zu sein.

Amelie und Fabian

Donnerstag 13.2.2020

Am Donnerstag sind wir gegen 8:10 Uhr vor dem Schulgebäude des Gildredge House School angekommen. Drei Schüler (Hubert; Lenja; Lucia) des Gymnasiums hatten einen Vortrag über unsere Heimat vorbereitet. Nach diesem Vortrag wurden wir in kleinere Gruppen eingeteilt.

Meine Schülerin heißt Jemima und wir haben ihren Unterricht besucht. Nach drei Stunden Englisch, Französisch und Geographie hatten alle 20 Minuten Pause. Nach weiteren 2 Stunden Informatik und Religion ging es in die Mittagspause. Wir sind alle in die Mensa gegangen und haben gegessen. Es gab Nudeln mit Tomatensoße und ein süßes Stückchen.

Danach hatten wir Mittagspause, die die Engländer draußen verbringen. Nach der Mittagspause ging der Schulunterricht mit Geschichte weiter. Um 15 Uhr war für uns der Unterricht vorbei, dennoch war der Tag für die Schüler und Schülerinnen dort noch nicht beendet. Wir bedankten uns bei unseren Schülern die uns durch den Schultag gebracht haben mit einem kleinen Geschenk.

Wir fuhren noch zum Strand um von dort aus eine kleine Stadtrallye zumachen. Es gab einen kleinen Preis für die Gewinner. Kurz bevor wir nach Hause kamen gingen wir noch in einen Supermarkt um Mitbringsel oder Essen für die Fahrt einkaufen zu können. Nach dem Feedback der Schüler fanden die meisten den Schulbesuch interessant und einige haben ihre Nummern ausgetauscht, um in Kontakt zu bleiben.

Sarah und Alessia

Freitag 14.2.2020

Wir trafen uns voller Aufregung am Freitag, den 14.02.2020 um 7:45 Uhr an unserem Treffpunkt. Von diesem aus fuhren wir ca. 2 Stunden mit dem Bus, bis wir in London ankamen. Bevor wir zum London Eye fuhren, gingen wir auf einen kleinen Markt in Greenwich, auf dem jeder die Möglichkeit hatte, sich etwas zu Essen oder ein Andenken zu kaufen.

Anschließend fuhren wir mit einem Schiff die Themse entlang, vorbei am Tower of London und unter der Tower Bridge hindurch, um das London Eye zu erreichen. Schon von Weitem konnten wir das London Eye sehen. Als wir ankamen, mussten wir erst eine Weile warten, bis wir die Kabinen betreten durften. Je weiter wir hochfuhren, desto größer wurde die Aufregung, London aus der Vogelperspektive zu betrachten.

Am Höhepunkt angekommen, stockte uns der Atem. Wir hatten eine fantastische Aussicht auf London und konnten einige wunderschöne Bilder schießen. Um ehrlich zu sein, wurde es einem aus solch einer hohen Lage auch ein wenig schwindelig. Dann ging es leider auch schon wieder nach unten.

Unten angekommen, bekamen wir ein wenig Zeit, um eine Mahlzeit zu uns zu nehmen. Dieser wundervolle Vormittag, der nie in Vergessenheit geraten wird, war somit leider schon vorbei.

Levin und Rocco

Nachdem wir mit dem London Eye gefahren sind, machten wir uns auf den Weg zum Buckingham Palace. Wir kamen an den Houses of Parliament vorbei und an der Westminster Abbey, der Kirche, in der die britischen Könige und Königinnen gekrönt werden und die meisten Mitglieder der königlichen Familie heiraten.

Am Buckingham Palace haben wir die Wachen und den berühmten Balkon, den man zum Beispiel von Hochzeiten der Royal Family kennt, gesehen. Da die britische Fahne über dem Palast gehisst war, wussten wir, dass sich die Queen gerade dort befand. Nachdem wir auch am Buckingham Palace freie Zeit hatten, um Fotos zu machen, gingen wir vor das Gebäude der Horse Guards, wo immer Trooping oft he Colours (der Geburtstag der Queen) gefeiert wird.

Danach waren wir noch vor der Downing Street, in der Boris Johnson wohnt und arbeitet. Anschließend wurden wir vom Bus abgeholt und sind um ca. 20:30 Uhr wieder in unseren Gastfamilien gewesen.

Franka und Franziska

Samstag 15.2.2020

Am Morgen mussten wir extra früh aufstehen, um unsere bestenfalls schon gepackten Koffer in das Auto bzw. Taxi zu räumen, zu frühstücken und uns fertig zu machen. Als wir losfuhren, warfen wir alle einen letzten Blick auf die Stadt Eastbourne, wo wir in den letzten Tagen eine so schöne Zeit mit unseren Freunden und Mitschülern verbracht hatten.

Wie auf der Hinfahrt versuchten wir uns die Zeit mit Handy, Musik oder Sitznachbar zu vertreiben. Gegen 10 Uhr kamen wir in Dover an, wo wir nochmal einen Blick auf die Klippen und das Dover Castle werfen konnten. Nach einer recht kurzen Wartezeit am Hafen, in welcher wir in einem Souvenirshop waren und uns danach draußen die Beine vertreten konnten, fuhren wir mit dem Bus auf die Fähre.

Dabei haben wir Jule ein Geburtstagslied gesungen. Auf der Fähre liefen und saßen wir herum, viele waren auch auf dem Außendeck. Obwohl das Meer nicht ganz ruhig war, wurde es zum Glück niemandem schlecht. Nach eineinhalb Stunden kamen wir in Calais an und fuhren gleich mit dem Bus weiter.

Auf dem weiteren Weg machten wir einen Halt in Belgien und dann in Aachen, wo es schon langsam dunkel wurde. Dadurch wurde es im Bus dann auch etwas leiser, da viele recht müde waren und einfach Musik hörten, Filme schauten oder am Handy spielten.

Ziemlich schnell wurde es dann ganz dunkel und auch wenn wir England vermissten, freuten sich die meisten auf ihr eigenes Bett und ihre Familien. Nachdem wir an einem letzten Stopp unseren Busfahrer Stefan verabschiedet hatten, erreichten wir gegen 23 Uhr wieder das Gymnasium Karlsbad.

Julia und Lenja