1.) Der Tag der Anreise:

Am Montag, den 4.2.19, trafen wir, 51 Schülerinnen und Schüler der 8.Klasse und fünf LehrerInnen, uns um 5.30 Uhr am Gymnasium Karlsbad. Denn heute fuhren wir nach Eastbourne. Nachdem das ganze Gepäck verstaut war, ging es um sechs Uhr endlich los. Nach einer Weile waren wir in Frankreich.

Alle zweieinhalb Stunden machten wir eine Pause. Nach einer gefühlten Ewigkeit, ungefähr um 15.30 Uhr, kamen wir an der Grenzkontrolle in Calais an. Dort mussten wir durch zwei Passkontrollen, die französische und die britische. Als alle Pässe geprüft worden waren, stiegen wir wieder in den Bus ein, der kurze Zeit später auf die Fähre nach Dover fuhr.

Da wir unterwegs keinen Stau hatten, konnten wir die Fähre schon eine Stunde früher nehmen. Auf der Fähre mussten wir aussteigen und durften uns dann frei auf der Fähre bewegen. Da es dort sehr schaukelte und die Wellen durch den starken Wind hoch waren, ging es einigen Schülern nicht besonders gut.

Nach anderthalb Stunden kamen wir in Dover an. Da es in England eine Stunde Zeitverschiebung gibt, war es erst 16.15 Uhr als wir in Dover ankamen. Wir stiegen wieder in den Bus ein und fuhren noch zwei Stunden bis nach Eastbourne. Weil wir eine Stunde früher als geplant ankamen, konnten einige Schüler nicht direkt von ihren Gastfamilien abgeholt werden.

Nachdem wir von unseren Gastfamilien herzlich begrüßt worden waren, gab es Essen; bei vielen gab es Pizza. Viele Gastfamilien hatten Kinder und Haustiere. Nachdem das Gepäck ausgepackt war, gingen wir todmüde nach 14 Stunden Busfahrt ins Bett. Es war ein sehr ereignisreicher und aufregender Tag.

Johanna & Jasmina, 8c

2.) Der Schulbesuch:

Dienstag, um acht Uhr morgens kamen wir an der Gildredge House School in Eastbourne an. Wir wurden dann um 8.25 Uhr von einer Lehrerin - Mrs Thatcher - empfangen, die uns auf deutsch erklärte, wie der Tag ablaufen wird. Drei von uns (Laura, Yiming, David M.) waren sehr aufgeregt, da sie nun vor 150 SchülerInnen eine Präsentation über Deutschland und unsere Schule halten sollten. Diese meisterten sie jedoch mit Bravour.

Nach der Präsentation wurden je zwei von uns mit englischen Schülern zusammen gewürfelt, mit denen wir den Schultag verbringen sollten. Wir bekamen Stundenpläne und dann ging es auch schon los. Wir (Laura, Tabitha, Yiming, Johanna C.) waren in einer siebten Klasse. Wir begleiteten sie erst in den Biologie-Unterricht, wo wir zusammen mit den SchülerInnen ein Plakat gestalten sollten, was sich bei Laura und Tabitha als sehr lustig herausstellte, da ihre sogenannten Buddies sehr witzige Ideen für die Gestaltung hatten.

Danach war der Geographie-Unterricht an der Reihe. Wir lernten viel über Globalisierung und die Unterrichtsmethoden der Engländer. Als nächstes hatten wir Französisch. Die Lehrerin hatte sehr verschiedene Methoden, den SchülerInnen den Stoff beizubringen , was für uns etwas komplett Neues war. Der Unterricht bestand weniger aus Aufgaben und mehr daraus, dass die Lehrerin versuchte, die Schüler zum Arbeiten zu bringen. Auch die Aussprache war anders. Sie betonten weder Nasale nochanderes, was wir schon im Französich-Unterricht gelernt hatten zu betonen, wobei natürlich zu beachten ist, dass der Fremdsprachenunterricht dort nur eine Unterrichtsstunde pro Woche beträgt.

Nach Französisch machten wir uns auf den Weg zum Mathesaal. Dort war es im Vergleich zum Französisch-Raum totenstill. Den Schülern war ein Test angekündigt, für den sie in dieser Stunde noch einmal fleißig wiederholen sollten. Wir versuchten uns anderweitig zu beschäftigen, um die Schüler dabei nicht zu stören. Wenn jemand eine Frage hatte, erklärte der Lehrer es sofort für die ganze Klasse.

Im Deutschunterricht, welcher auf den Matheunterricht folgte, hatten wir eine Art „Speed-Dating“. Wir saßen in einem Kreis um die englischen SchülerInnen herum und sollten je eine Minute mit unserem Gegenüber sprechen, während wir bei Englisch bleiben sollten. Dies stellte sich als nicht so einfach heraus, da nicht alle Schüler gleich gut Deutsch sprechen konnten und uns daher einfach auf Englisch Fragen stellten. Es gab aber auch viele, die es wirklich versucht haben.

Nach dem Unterricht war es Zeit für die Mittagspause. Wir aßen in der Cafeteria mit den englischen SchülerInnen zusammen. Nach dem Essen begaben wir uns nach draußen, wo wir mit vielen Mädchen aus der Schule in Kontakt traten. Nachdem die Mittagspause vorbei war, hatten wir nochmals eine Stunde Biologie, in welcher wir unser Plakat fertigstellen sollten. Es war wieder ein großer Spaß und am Ende gaben uns unsere Buddies unser Plakat mit, damit wir uns an sie erinnern konnten.

Als wir uns verabschieden sollten, waren wir alle unglaublich traurig, da wir in diesen Mädchen wirklich neue und tolle Freunde gefunden hatten. Nachdem dann alle von ihren Buddies wieder abgeliefert wurden, machten wir uns auf den Weg zur Wanderung.

Laura & Johanna C.

3.) Wanderung – Dienstag, 5..2.19

An unserem zweiten Tag auf der Englandfahrt haben wir, nachdem wir an der Gildredge House School in Eastbourne waren, gegen 16 Uhr eine Küstenwanderung am Beachy Head gemacht.Als wir aus dem Bus ausgestiegen sind, sind wir zuerst einen langen Weg an einer Weide entlang parallel zu den Kreidefelsen gelaufen. Es war sehr windig und wir mussten unsere Kapuzen aufziehen, was nicht immer so einfach war, da der Wind so stark von vorne kam, dass unsere Jacken bzw. Kapuzen vom Wind aufgeblasen wurden.

Auf unserem Weg zum Strand haben dann alle viele Bilder gemacht oder sind die kleinen Hügel runter gerannt. Als wir dann am Strand angekommen sind , sind alle losgezogen um gemeinsame Bilder zu machen. Es gab am Ende sehr viele nasse Schuhe, da man nie genau sehen konnte, wann die Wellen kamen und den Rest kann man sich ja denken....

Nach einer halben Stunde mussten wir dann wieder zum Bus hoch laufen und dort wurden dann alle Schuhe kontrolliert und die Leute die dann schmutzige Schuhe hatten mussten sie dann wieder putzen gehen. Nachdem dann auch die schmutzigsten Schuhe sauber waren, fuhren wir erschöpft mit dem Bus zu unseren Stationen und sind dann zu unseren Gastfamilien nach Hause gelaufen.

Felicia & Zarah, 8d

4.) Tate Modern – Mittwoch 6.2.19

Am Anfang wussten wir nicht, was man sich unter der Tate Modern vorstellen kann. Aber dank unserer Neugier fanden wir schnell heraus, dass es sich hierbei um ein kostenloses Museum handelt, welches moderne Kunst ausstellt. Das Tate Modern wirbt mit Kunst für jede Altersklasse. Es ist am Themse-Ufer des Stadtteils Southwark lokalisiert und hat seinen Sitz in einem umgebauten Kraftwerk.

Als wir das Gebäude dann betraten, splitteten wir uns in Gruppen auf. Einige gingen in die Ausstellungen und schauten sich die unterschiedlichen Kunstwerke an. Es gab einfache Kunstwerke, wie eine blaue Leinwand, wo sich viele fragten, ob das hier Kunst sei, und sehr detaillierte Landschaften. Das Tate Modern ist auch in digitalisierter Kunst auf dem neuesten Stand. Von an die Wände projizierten Kunstwerken bis hin zu kleinen Filmen war alles dabei.

Auch technische Kunstwerke waren vorhanden, wie zum Beispiel ein aus Radios gebauter Turm. Kunstwerke aus Naturmaterialien waren ebenfalls dabei, wie eine ISS aus Draht oder Steinen. Wer keine Lust mehr auf Kunstwerke hatte, entspannte sich im Café oder auf der Aussichtsplattform, von der aus man einen fantastischen Blick auf die nähere Umgebung Londons hat. Es war ein tolles Erlebnis und danach ging es gleich weiter zum nächsten Abenteuer, zu Shakespeare's Globe.

Lisa & Lara, 8c

5.) The Globe

Am Mittwoch Nachmittag begaben wir uns zum nachgebauten Globe Theater. Zuerst wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt, die jeweils einen Führer hatten. Unser Führer erzählte uns zuerst die Geschichte des Theaters. Danach durften wir bei einer Probe zusehen. Als nächstes lief die Gruppe mit Frau Thomae und Herr Slot in einen Proberaum, wo wir zunächst ein paar Aufwärmübungen machten. Wir liefen im Raum herum und befolgten die Anweisungen. Anschließend stellten wir uns in zwei Reihen auf und spielten ein paar Szenen aus „Romeo und Julia“ nach.

Die andere Gruppe wurde ebenfalls über die Geschichte des Theaters informiert. Danach durften sie ebenfalls an der Probe teilhaben und machten Sprechübungen, ebenfalls in einem der Proberäume. Sie stellten ebenfalls ein paar Szenen von „Romeo und Julia“ nach. Danach verabschiedeten wir unsere tollen Theater-Führer und begaben uns zum Reisebus nach Hause.

Eva & Carolina

6.) Donnerstag, 7.2.19

Um 8.30 Uhr wurden wir am Treffpunkt von Karl-Heinz, unserem Busfahrer, abgeholt und machten uns auf den Weg nach Brighton. Als wir am Pier ankamen wurde uns mitgeteilt, dass eine Stadtrallye ansteht. Die LehrerInnen händigten uns eine Karte und das Quiz aus. Kurz darauf machten wir uns in kleinen Gruppen auf den Weg um möglichst alle Fragen zu beantworten, denn die Zeit war knapp.

Auf dem Weg sahen wir sehr kuriose Dinge, wie Pubs und Statuen. Wir sahen durch die Rallye viele verschiedene und interessante Ecken der Stadt. Während der Rallye begegneten uns viele sehr nette und hilfsbereite Menschen, aber auch viele Obdachlose. Als wir von der Rallye zurück kamen erzählten wir uns von den beobachteten Dingen. Die Meinungen über die Rallye waren geteilt.

Gewinner des Quiz waren:

1.Platz: Johanna, Jasmina, Lisa, Lara mit 15 Punkten
2.Platz: Caren, Sarah, Nina, Eva mit 14 Punkten
3.Platz: Finn, Finn, Michel, David M. mit 13 Punkten

Vom Pier aus liefen wir anschließend zum Royal Pavilion, wo wir einen englischen Audioguide bekamen. Wir liefen durch insgesamt 24 Räume, welche von asiatischer Kultur geprägt waren. In vielen Räumen waren goldene Drachen an den Wänden zu sehen.

Außerdem waren in jedem Raum besondere Hüte zu sehen, wie ein Hut, der aus Schraubenschlüsseln zusammengebaut war. Diese waren Teil einer Sonderausstellung. Insgesamt war die Tour sehr interessant. Schließlich gaben wir unsere Audioguides wieder ab und schauten uns im Shop des Pavilions um. Bis hierhin war das ein schöner Tag mit gutem Wetter.

Johannes

7.) Freitag, 8.2.19

Themsefahrt

Am 8. Februar fuhren wir wieder nach London und machten eine Schiffsfahrt auf der Themse. Um 11.50 gingen wir alle auf ein Boot und fuhren los in Greenwich los. Die meisten saßen unten, weil es oben ziemlich kalt und windig war.

Wir haben sehr viele Sehenswürdigkeiten gesehen wie zum Beispiel die Tower Bridge, den Tower of London, das Shard, die Houses of Parlament, viele Hochhäuser und das London Eye. Es war schön, die Sehenswürdigkeiten aus dieser entspannten Perspektive zu sehen.

Auch als wir unter der Tower Bridge durchgefahren sind wurden viele Handys gezückt. Wir alle fanden die Fahrt sehr schön und entspannend. Vom Fluss hatte man eine perfekte Aussicht auf die Sehenswürdigkeiten und man konnte tolle Fotos machen.
Karla

London Eye

Die letzte Sehenswürdigkeit für uns in England, und wohl die spektakulärste, war das London Eye. Um einen kleinen Einblick zu bekommen, sind wir alle davor noch in ein 4D Kino gegangen, unmittelbar vor dem Riesenrad. Während Auschnitte aus London gezeigt wurden, regnete Schaum auf uns herab und Möven flogen direkt vor uns.

Dann aber, stieg die Vorfreude auf das London Eye immer mehr. Als wir davor standen, sah es schon riesig groß aus, doch als wir flüchtig einstiegen und wir uns langsam nach oben bewegten, waren wir einfach nur überwältigt. Die Skyline von London, Abends um 17:45, war wirklich atemberaubend schön. Hochhäuser, die aussahen wie kleine Wohnungen. Der Big Ben, Houses of Parlament. Wir alberten herum und genossen unsere letzte gemeinsame Zeit zusammen.

Nach 30 Minuten Fahrt wurden Fotos geschossen (obwohl wir nicht wussten, dass sie gemacht wurden und sie daher echt interessant aussehen) bevor es dann hieß, ab nach Deutschland! Wir machten uns bereit für die Rückfahrt, doch schwelgten immer noch in Erinnerung an London, Eastbourne und eigentlich generell England. Ich glaube es hätte keinen schöneren Abschluss geben können, als eine letzte Fahrt auf dem London Eye.

Clara

Rückfahrt

Am Freitagabend ging es dann für uns von der O2 Arena aus nachhause. Wir fuhren wieder mit der Fähre von Dover aus nach Calais, dieses mal in der Nacht. Alle waren erschöpft vom aufregenden Tag, weshalb vielen schnell schlecht geworden war. Netterweise begleiteten uns die Lehrer auf das Deck der Fähre, wo wir frische Luft bekamen.

Die Busfahrt danach verlief recht friedlich, da die meisten voller Erschöpfung schliefen oder Musik durch ihre Kopfhörer hörten. Hin und wieder hielten wir an einer Raststätte, um aufs Klo zu gehen oder einfach die Füße zu vertreten. Um 11:20 Uhr morgends kamen wir dann alle heil an der Schule an.

Die schöne Zeit in England ging natürlich nur durch die Unterstützung der Schulleitung, die uns fünf wundervolle Lehrer bereitgestellt haben, wofür wir uns herzlich bedanken. Natürlich danken wir auch den Begleitlehrern Frau Thomae, Frau Markmann, Herrn Ritter, Herrn Weisenburger und Herrn Slot, die mit ihrer lockeren und doch verantwortungsvollen Art eine lustige,lehrreiche und angenehme Reise ermöglicht haben. Danke!

Yiming