Wenn einer eine Reise macht, dann hat er viel zu erzählen. Und wenn das Land besonders schön, die Menschen besonders nett und das Essen besonders lecker ist, dann gibt es eine ganze Menge zu berichten.

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Wir, das heißt Herr Weisenburger und ich, waren vom 16. bis 19. Januar in Rumänien, genauer gesagt in Klausenburg, um die dortige deutsche Schule zu besuchen und deren Lehrer, Schüler und Eltern kennen zu lernen. Klausenburg – oder Cluj-Napoca – liegt in Nordtranssilvanien an den Ausläufern der Karpaten, ist das Zentrum der siebenbürgersächsischen Kultur in Rumänien und war bis zum Ende des ersten Weltkrieges Teil des Habsburgerreiches, also Österreich-Ungarns. Ein Schmelztiegel unterschiedlicher Kulturen und Einflüsse also – und das ist überall erkennbar.

Das Stadtbild ist geprägt vom Baustil des Barocks, der Renaissance und des Jugendstils mit eindrucksvollen Fassaden, Plätzen und Alleen. Ebenso charakteristisch für das Erscheinungsbild von Klausenburg sind die unzähligen rumänisch-orthodoxen Kirchen und repräsentativen Paläste. Ich darf kurz anfügen, dass ich wirklich beeindruckt war. Die regionale Küche hat sächsische und ungarische Einflüsse und ist für ihre wirklich wunderbaren Suppen bekannt. Mein Kollege und ich durften uns davon ebenso überzeugen, wie von der osmanischen Tee- und habsburgerischen Kaffeehaustradition. In der Umgebung gibt es zudem einige Sehenswürdigkeiten, wie ein sehr bekanntes Salzbergwerk, wunderschöne Burgen und Festungen und einen beeindruckenden Stausee.

Am ersten Tag, es war ein Samstag, trafen wir in der Schule auf Lehrer, Schüler und Eltern, die – wie es nun üblich ist – freiwillig einmal im Monat am Wochenende die Klassenzimmer putzen und das Schulhaus verschönern. Mit viel Eifer und guter Laune war die Gruppe am Schaffen, ließ es sich aber nicht nehmen, uns das Schulhaus zu zeigen und alles ganz genau zu erklären. Die Klassenzimmer zum Beispiel sind sehr gut eingerichtet und verfügen über Computer, Beamer und Internetanschluss. Eine neue Turnhalle liegt genau gegenüber dem Pausenhof und die Mensa der Schule serviert sehr leckeres selbst gekochtes Mittagsessen. Hier werden zum Beispiel die Kartoffeln selbst geschält und frisch zu Kartoffelbrei verarbeitet, der dann mit zartem Fleisch und natürlich einer regionalen Suppe serviert wird. Uns hat es sehr gut geschmeckt.

Auch am Montag besuchten wir die Schule und konnten neben dem Alltagstreiben wieder viele interessante und informative Gespräche mit der Schulleitung sowie mit Lehrern und Schülern führen. In einer Unterrichtsstunde stellten wir zum Beispiel mit Hilfe unserer Homepage unser Gymnasium vor. Die Kinder waren sehr interessiert und können es kaum erwarten, uns einmal zu besuchen. Am Ende des Schultages hieß es dann für uns Abschied nehmen und mit vielen tollen Eindrücken im Gepäck machten wir uns auf den Rückweg. Dabei ist es von Vorteil, dass der Flughafen direkt an der Stadt liegt, so dass der Transfer sehr kurz und sogar mit dem Taxi unproblematisch in wenigen Minuten zu bewältigen war.

Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei unseren Gastgebern Florin und Roxana bedanken, die sich überaus herzlich um uns gekümmert haben. Nun planen wir eine erste Schülerbegegnung und ich würde mich freuen, wenn ich diese wunderbaren Erfahrungen bald mit unseren Schülern teilen dürfte. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Ralf Slot