Wie man Texte effizient erschließt - Das Exzerpieren

Exzerpt = lat.: excerptus = das Herausgepflückte

  • Einsatz: Im Rahmen der Vorbereitung von Referaten, Hausarbeiten oder Aufsätzen zu einem bestimmten Thema, also immer dann, wenn eine intensive Textarbeit erforderlich ist.
  • Unter Exzerpieren versteht man das Zusammenfassen längerer Textpassagen mit eigenen Worten (freies Exzerpt) oder mittels wörtlicher Übernahme bestimmter Textpassagen. Diese wörtlichen Übernahmen müssen, sollten sie nicht als Zitat im eigenen Text verwendet werden, später noch umformuliert und in eigene Worte gefasst werden).
  • Es ist wichtig, dass die gedankliche Struktur des Ausgangstextes gewahrt bleibt, sodass sich nicht schon im Vorfeld der Vorbereitung eines Referates oder einer schriftlichen Hausarbeit logische Fehler einschleichen. Gerade, wenn man einer ganz bestimmten, konkreten Fragestellung nachgeht (aspektorientiertes Vorgehen), darf der Argumentationszusammenhang des Originaltextes nicht verloren gehen.
  • Um zu gewährleisten, dass Textstellen wiedergefunden werden und Textnachweise geliefert werden können, darf die Quellenangabe nicht fehlen (mit Seiten- bzw. Zeilenangabe; bei Internetquellen Angabe der genauen URL/Webadresse mit Abrufdatum).

J. Ritter, 6/2013

Wie bioliographiere ich richtig?

Wie bibliographiere ich richtig? Verwendet man im Rahmen der Erstellung einer Hausarbeit oder eines Referats Bücher (Monographien oder Sammelbände) zur Informationsgewinnung, muss man diese selbstverständlich im Literatur- bzw. Quellenverzeichnis angeben, also bibliographieren.

Für das Bibliographieren gelten folgende Regeln:

Angabe wichtiger Grunddaten:

  • (1.) Name und (2.) Vorname des Autors
  • Buchtitel inklusive Untertitel
  • Erscheinungsort und –jahr
  • Auflagennummer
  • Verlag

Einfügen von Satzzeichen (Punkt, Semikolon, Doppelpunkt, Komma):

  • Komma zur Abtrennung des Vornamens vom Nachnamen
  • (Semikolon zur Abtrennung weiterer Autorennamen)
  • Doppelpunkt nach dem Vornamen; es folgt der Titel (dieser wird kursiv gesetzt)
  • Doppelpunkt nach dem Erscheinungsort; es folgt der Verlag
  • Punkt nach dem vollständigen Titel
  • Punkt nach Angabe des Datums
  • Komma nach Angabe der Auflage

Beispiele:

Pelz, Heidrun: Linguistik für Anfänger. 10. Aufl., Hamburg: Hoffmann und Campe 1992.

Ranzini, Gianluca: Astronomie. Ein Führer durch die unendlichen Weiten des Weltalls. Neuaufl., Klagenfurt: Kaiser 2002.

Bibliographische Angaben können durchaus komplizierter sein, etwa, wenn mehrere Autoren ein Werk verfassen oder ein Herausgeber einzelne Buchbeiträge in einem Sammelband bündelt; das Werk erscheint dann unter seinem Namen mit dem Zusatz (Hg.) oder (Hrsg.).

Ebenso muss angegeben werden, wenn ein Werk aus mehreren Bänden besteht bzw. mit welchem Band man gearbeitet hat.

Beispiele:

Thaler, Engelbert (Hg.): Summit G8 - Texts and Methods. Braunschweig/ Paderborn/Darmstadt: Schöningh 2010.

Leser, Hartmut; Haas, Hans-Dieter; Mosimann, Thomas; Paesler, Reinhard: Wörterbuch der Allgemeinen Geographie. Band 1 (A-M). 6. Auflage, München/Braunschweig: dtv/Westermann 1992.

Das Bibliographieren ist nicht ganz einheitlich geregelt.

Neben der hier vorgestellten Variante gibt es ganz andere Modelle, die – je nach Zweck - weitere Angaben erforderlich machen oder eine andere Reihenfolge der Angaben beinhalten.

Wichtig ist allerdings, dass man bei der Erstellung eines Literaturverzeichnisses konsequent bei einer Variante bleibt.

J. Ritter

Wie man plagiate Vermeidet - Das Zitieren

Ein wissenschaftlicher Aufsatz muss grundsätzlich mit Zitaten versehen werden. Immer dann, wenn Forscher oder bekannte Persönlichkeiten bzw. Autoritäten im eigenen Text zu Wort kommen sollen, ist es erforderlich, nach ganz strengen Regeln den verwendeten Wortlaut als Zitat wiederzugeben und so dem Plagiieren vorzubeugen. Es ist demnach unzulässig, einen solchen Wortlaut ohne Markierung zu übernehmen. Folgendes ist beim Zitieren zu beachten:

  • Ein Zitat wird mit Anführungszeichen begonnen und beendet.
  • Zitate müssen prinzipiell den originalen Wortlaut wiedergeben; ein eigenmächtiges und nicht markiertes Umbauen des Satzes ist nicht erlaubt.
  • Es besteht allerdings jederzeit die Möglichkeit, ein Zitat an den eigenen Satzbau anzupassen.
  • Auslassungen müssen dann mit rechteckigen Klammern und drei Auslassungspunkten […] gekennzeichnet werden.
  • Hinzufügungen (einzelne Wörter, etwa Pronomen) werden in eckigen Klammern (z.B. [ihm]) ergänzt.
  • Es ist sinnvoll, längere Textauszüge durch die indirekte Rede unter Verwendung des Konjunktivs wiederzugeben.
  • Auch ein solches sinngemäßes Zitieren muss kenntlich gemacht werden. Dies kann durch das Setzen einer Fußnote erledigt werden oder durch die Angabe des Quellennachweises in Klammern.
  • Ansonsten gilt: auch andere Veränderungen, etwa Hervorhebungen, sind zu benennen (Einfügen der Bemerkung [Hervorhebung durch den Verfasser]).
  • In unmittelbarem Zusammenhang mit dem Zitieren steht auch die korrekte Angabe von Quellen (siehe Bibliographieren).

Ein Beispiel:

So geht Mojib Latif davon aus, dass die „Symptome der fiebernden Erde […] Meeresspiegelanstiege [sind].“ (M. Latif: Hitzerekorde und Jahrhundertflut. Herausforderung Klimawandel - Was wir jetzt tun müssen. Heyne, 2003, S. 12)

J. Ritter, 6/2013

pdf Einführung in die Recherchearbeit

pdf Einige interessante Fakten zu Google und Wikipedia