Seit diesem Schuljahr unterrichten wir mit der Einführung des neuen Bildungsplans 2016 in der Klasse 5 ein neues Schulfach: BNT - Biologie, Naturphänomene und Technik.

Im NT-Teil des Fächerverbundes erhalten die Schülerinnen und Schüler durch ein Lehrerteam Einblicke in Phänomene der Naturwissenschaften und Bereiche der Technik, die auf ihren Erfahrungen im Alltag aufbauen. Von April bis Juni 2017 lag das Augenmerk im Unterricht der Klasse 5b bei Frau Müller und Frau Enderle-Mihajlovic auf dem Thema „Materialien trennen – Umwelt schützen“. Mit rund 600 kg Müll pro Bundesbürger pro Jahr belegt Deutschland in der Europäischen Union leider einen Spitzenplatz beim Produzieren von Müll. Zum Vergleich: Ein alter VW-Käfer wiegt circa 600kg. Doch was ist Müll überhaupt? Wie lassen sich die verschiedenen Materialien des Abfalls trennen? Aus welchen Bestandteilen setzt sich ein Getränkekarton zusammen? Diese Fragen stellten wir uns in einer Reihe von Experimenten. Dafür trennte die Klasse 5b zunächst die unterschiedlichen Abfallmaterialien durch verschiedene Verfahren, wie z.B. Auslesen, Magnetismus, Luft und Wasser voneinander und analysierte diese – so wie auch eine professionelle Müllsortieranlage arbeitet. Nachdem wir uns auch die Recycling-Codes verschiedener Verpackungssorten angeeignet hatten, ging es ins Eingemachte: Wie sieht es in unserer unmittelbaren Umgebung mit dem Wegwerfverhalten aus? In einer Exkursion rund um das Schulgelände bis hin zur Straßenbahnhaltestelle St. Barbara bestückten wir uns mit Mülltüten, Greifzangen und Handschuhen und sammelten Abfall jeglicher Art ein. Dabei mussten wir feststellen, dass insbesondere um die Straßenbahnhaltestelle viele Plastik- und Papierverpackungen in der freien Natur entsorgt werden. Dies ließe sich leicht vermeiden, würde jeder die dafür vorgesehenen Müllbehälter in Anspruch nehmen. Ausgehend von diesen Eindrücken stellten wir eine Liste zusammen, wie sich darüber hinaus die Produktion der langlebigen Plastikverpackungen reduzieren ließe. So haben wir hier noch ein paar Tipps: Wenn wir am Kiosk oder auch außerhalb der Schule in unserer Freizeit Essen kaufen, das wir sofort verzehren, können wir leicht auf Verpackungen verzichten. Eine Brezel beispielsweise bereitet uns keine schmutzigen Hände und benötigt keine Schutzverpackung. Des Weiteren kamen wir zu dem Resümee, viel öfter von zu Hause Mehrwegbehälter mitzunehmen, um so auf die unnötigen Plastik- oder Papierverpackungen zu verzichten. Darüber hinaus lassen sich aus den bereits produzierten Verpackungen viele tolle Recycling-Produkte herstellen. Die Wiederverwertung von Verpackungsmüll stellte den Abschluss dieser Unterrichtseinheit dar, welche die Klasse 5b sehr kreativ umsetzte. Es entstanden z.B. eine Tasche, ein Rucksack, ein Mäppchen, ein Mülleimer und Spardosen. Vielleicht schaffen wir es in Deutschland ja doch noch, unseren Titel als Spitzenreiter beim Produzieren von Verpackungsmüll loszuwerden oder ihm durch Recycling zumindest etwas Positives abzugewinnen. Seid ihr dabei?                                                                                                                        

                                                                                                                      Nadine Enderle-Mihajlovic

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