Ein kleiner, handlicher, geruchsneutraler Kompost, der selbst innerhalb der Küche verwendet werden kann und in dem aus allen möglichen Abfällen, von Eierschalen über Karottenenden bis hin zu gekochten Nudeln alles mögliche zu wertvollem Dünger umgewandelt wird – zu schön um wahr zu sein, meinen nun wahrscheinlich die meisten von Ihnen. Aber nein. Eine derartige Anlage gibt es tatsächlich: Die sogenannte Bokashi-Anlage.

bokashi 1Wenn man sie kauft, kostet eine derartige Anlage in lohnenswerter Größe etwa 80€ - dabei ist es erstaunlich einfach, sie selbst zu bauen und das macht zudem noch sehr viel Spaß. Zwei ineinander steckbare Plastikeimer, ein Abflusshahn, etwas Silikon, eine kleine Menge fleißiger Mikroorganismen und ein paar Nägel und Hammer, mehr ist es nicht, was benötigt wird, um einen praktikablen Kompost dieses Formates herzustellen. Da an einer Schule in Mensa, Kiosk und Lehrerzimmer sowie Schulgarten einiges an Abfällen anfällt, das eigentlich viel zu wertvoll ist, um weggeworfen zu werden, bieten sich derartige Anlagen auch am Gymnasium Karlsbad an.

bokashi 4Isabell Schlangen, eine Studentin aus Freiburg machte bereits einige Erfahrungen mit Bokashi-Anlagen und baute diese unter anderem für ihren Wohnblog in Freiburg. Um das erste Mal auszuprobieren, wie der Bau eines solchen Komposts funktioniert, holten sich Fr. Zeyen und ich uns am Freitag 9.12.16 ihre Expertise mit dazu und schafften es in recht kurzer Zeit, drei dieser Anlagen fertigzustellen. Diese mussten dann über das Wochenende trocknen und können bald an den entsprechenden Ort zum Einsatz kommen.

Spannend bleibt es, wie es mit dem Bau solcher Anlagen weitergeht. Zunächst einmal möchte die Garten-AG tiefer in dieses Thema einsteigen, und vielleicht werden noch in diesem Schuljahr auch in einigen Biologie- und NWT Klassen Projekte in diese Richtung durchgeführt, sodass das ein oder andere Kind mit einer Bokashi-Anlage nach Hause kommen wird.

Lilith Diringer