Im Schuljahr 2014/15 wurde ein Austausch mit dem Colegiul National "Geroge Cosbuc" in Klausenburg, Rumänien ins Leben gerufen. Die Schule verfügt über einen deutschsprachigen Zweig.

http://www.gcosbuc.ro/

 

Wer auf Reisen geht, der kann viele interessante Geschichten erzählen. Und wenn das Land besonders schön und die Menschen besonders nett sind, dann wird er sicherlich von ganz besonders vielen schönen und unvergesslichen Eindrücken berichten.

Sechzehn Schülerinnen und Schüler der Klasse 10a des Gymnasiums Karlsbad besuchten vom 17. bis 24. September Rumänien, genauer gesagt ihre Austauschpartner vom Colegiul Naţional „George Coşbuc“ in Klausenburg. Nach einem mehrmonatigen gemeinsamen Projekt zum Thema „Gemeinsame Werte“ und einem aufregenden ersten Aufeinandertreffen im Juni stand nun also der Gegenbesuch in Rumänien an.

Klausenburg – oder Cluj-Napoca – liegt in Nordtranssilvanien an den Ausläufern der Karpaten, ist das Zentrum der siebenbürgersächsischen Kultur in Rumänien und war bis zum Ende des Ersten Weltkrieges Teil des Habsburgerreiches, also Österreich-Ungarns. Die Region ist also ein Schmelztiegel unterschiedlicher Kulturen und Einflüsse, wie die Schüler rasch erkannten.

Das abwechslungsreiche Programm dieses Schüleraustausches umfasste neben einer Stadtrallye eine gemeinsame Fahrt nach Turda mit seinem bekannten Salzbergwerk, die Besichtigung von Medias, Biertan und Sighisoara, den Ausflug nach Alba Iulia und den Besuch der Burg Hunedoara. Ein weiteres wichtiges Ziel der Reise war es natürlich, die Schule und das rumänische Schulwesen kennen zu lernen. Und so nahmen die Schüler an einigen Tagen am ganz normalen Unterricht teil. Neben Gemeinsamkeiten konnten sie da so allerhand Unterschiede zur eigenen Schule feststellen. Nach einer sehr schönen Abschlussfeier mit Lagerfeuer und rumänischen Spezialitäten an einem idyllischen See war der Abschied natürlich emotional und herzlich und so manch eine Träne lief. Sicherlich ein Beleg für den großen Erfolg dieses Schüleraustausches.

Wie besser als durch das gemeinsame Arbeiten an interessanten Projekten und der Teilnahme an Begegnungsmaßnahmen können interkulturelle Bildung erworben und die Völkerverständigung gestärkt werden? Bleibt zum Abschluss noch die Vorfreude auf hoffentlich viele wunderbare und erfolgreiche Projektarbeiten und Schülerbegegnungen mit Cluj-Napoca, unseren rumänischen Freunden aus Nordtransilvanien.

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Nach über zwanzig Stunden Busfahrt durch halb Europa erreichten 19 rumänische Schülerinnen und Schüler des Colegiul Național „George Coşbuc“, der einzigen deutschen Schule in Cluj-Napoca (Klausenburg), am Freitag, den 11. Juni in Begleitung ihrer Lehrer Roxana Neag und Florin Bucilâ das Gymnasium Karlsbad, wo sie freudig von ihren deutschen Austauschpartnern in Empfang genommen wurden.

Gemeinsam arbeiten, interkulturelle Kompetenzen erwerben und ein Verständnis für die Bedeutung gemeinsamer Werte erfahren, das sind nur einige der Ziele, die im Zentrum eines komplexen und mehrmonatigen Literatur- und Sozialkundeprojektes zwischen dem Gymnasium Karlsbad und dem Colegiul Național „George Coşbuc“ in Klausenburg (Rumänien) standen und das mit einer Autorenlesung am 8. Juni seinen Höhepunkt erfahren sollte.

Der Besuch unserer rumänischen Freunde aus Cluj-Napoca – oder Klausenburg –
lag schon einige Monate zurück und so sehnten die 11 Karlsbader Gymnasiasten den 20. September herbei, den Tag der Abreise zum Gegenbesuch in der wohl schönsten Stadt Rumäniens und der Wiege der siebenbürgersächsischen Kultur.

„Außergewöhnlich, spannend, aufregend und mal etwas ganz Anderes und Besonderes." So lauteten die Antworten der Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Karlsbad auf die Frage, warum sie am ersten Schüleraustausch mit Rumänien teilnehmen wollten. Und damit haben die Schüler schon einen ganz wesentlichen Aspekt dieser Schülerbegegnung angesprochen, bietet doch gerade ein Austausch mit Rumänien und einer deutschen Gemeinde vor Ort die hervorragende Möglichkeit, kulturelle, gesellschaftliche und historische Kompetenzen zu vermitteln und über das Erkennen gemeinsamer Werte und Wurzeln gegenseitige Freundschaft und Verständigung zu fördern und den europäischen Geist zu stärken. Eine ganz besondere Austauschmaßnahme also mit einem ganz besonderen Ziel.

Wenn einer eine Reise macht, dann hat er viel zu erzählen. Und wenn das Land besonders schön, die Menschen besonders nett und das Essen besonders lecker ist, dann gibt es eine ganze Menge zu berichten.