Am Montag, dem 10.07.2017, trafen wir – das waren 50 Schüler der achten Klassen des Gymnasiums Karlsbad – uns ganz früh (5:30 Uhr), um zusammen mit Frau Haager, Frau Kunze, Frau Markmann, Herrn Ritter und Herrn Weisenburger nach Eastbourne, England, zu fahren.

Nachdem sich alle schon im Vorfeld gründlich ausgetauscht hatten, hieß es nun Abschied von Zuhause nehmen. Um 6:00 Uhr wurde dann die stundenlange Fahrt mit einem modernen Reisebus angetreten. Die anfänglich sehr gute Stimmung wurde etwas von der langen Fahrtdauer getrübt. Nachdem Deutschland und Belgien durchquert worden waren, war es im französischen Calais Zeit, auf die Fähre zu wechseln. Die fast zwei Stunden auf dem Meer waren für alle Mitreisenden eine Art Erholung, da sie sich hier auch frei bewegen konnten. Nach rund zwei Stunden ging es weiter mit unserem Bus, nun auf britischem Boden. Der Linksverkehr, welcher in England herrscht, war der erste deutliche Unterschied zu dem sonst Gewohnten. In Eastbourne angekommen, gaben die Lehrer uns Schülern nochmals wichtige Informationen, auch zu den beiden meeting points für die kommenden Tage. Dann war es soweit: Die Koffer wurden ausgeladen und wir wurden nacheinander von unseren Gastfamilien abgeholt, wobei manche von uns auch von Taxis chauffiert wurden. Bei den Familien angekommen, wurde uns erst einmal die Unterkunft gezeigt, bevor es dann am nächsten Tag richtig losging.
Dienstags besuchten wir erstmals die Weltstadt London. Mit dem Bus fuhren wir ca. zwei Stunden. Dort angekommen, besichtigten wir zunächst das Museum (Royal Observatory) rund um den Nullmeridian in Greenwich und diesen selbst. Wir konnten also auf beiden Erdhälften gleichzeitig stehen. Mit einem großen Boot sind wir ein Stück die Themse entlang gefahren. Wir fuhren unter anderem unter der London Bridge und der Tower Bridge hindurch. Anschließend gingen wir über die Millennium Bridge auf Paul’s Cathedral zu und rasteten auf einem großen öffentlichen Platz. Nach einer halben Stunde machten wir uns auf den Weg zum Shakespeare‘s Globe. Dort angekommen, mussten wir kurz warten, bis wir in zwei Gruppen unterteilt wurden. Jede Gruppe wurde von einer Schauspielerin begleitet und mit dieser lernte man etwas über Shakespeares Werke und sein Theater, das Globe. Dieses ist dem Original von früher weitestgehend nachempfunden. Wir durften es am Ende auch besichtigen. Als wir uns von den uns zugeteilten Schauspielerinnen verabschiedet hatten, liefen wir zügig zu unserem Bus zurück. Die Heimfahrt dauerte wieder ca. zwei Stunden. Den Abend verbrachten wir in unseren Gastfamilien. Es war ein sehr schöner und zudem auch interessanter Tag in London.
Am dritten Tag unserer Englandfahrt fuhren wir nach Brighton, einer weiteren Großstadt an der Südküste Großbritanniens. Nachdem gegen halb neun jeder Schüler zum Treffpunkt in Eastbourne gekommen war, mussten wir ungefähr eine Stunde bis zu dem Seebad fahren. Als wir am Brighton Palace Pier ausstiegen, bildeten wir gleich mehrere kleinere Gruppen und erkundeten die Stadt im Rahmen einer Rallye, bei der diejenige Gruppe, die die meisten Fragen richtig beantwortet hatte, einen kleinen Preis gewann. So schlenderten wir durch viele Straßen und Gassen und sahen einige Sehenswürdigkeiten. Gegen elf Uhr kamen langsam alle Schüler wieder mit ausgefüllten Bögen zurück zum Pier. Danach liefen wir zusammen mit unseren fünf Lehrern in das Shopping Center und die Einkaufsstraßen von Brighton. Dort gab es alles zu kaufen, was man wollte, daher wurde uns auch genügend Zeit zum Einkaufen gegeben. Wir durften wie schon bei der Rallye alles in kleinen Gruppen erledigen. Am Nachmittag, um 15 Uhr, war die Zeit zum Shoppen vorbei und wir trafen uns auf einem gemütlichen Rasenplatz mit einem schönen Blick auf den Royal Pavilion, den der berühmte Architekt John Nash entworfen hatte. Das war auch der nächste Programmpunkt, der für den dritten Tag vorgesehen war. Etwa zwei Stunden lang führte uns ein Audioguide durch die Räume eines der alten Wohnsitze der britischen Adelsfamilie. Den Pavilion ließ George IV. um 1815 erbauen, wobei er von der Kultur der damaligen britischen Kolonien in Asien beeinflusst wurde: Von außen sieht der Royal Pavilion indisch und von innen fernöstlich aus. Nach diesen zwei sehr informativen Stunden fuhren wir gegen fünf Uhr am Nachmittag wieder eine Stunde lang zurück nach Eastbourne. Am Abend hatten wir noch etwas mehr Zeit gemeinsam mit der Gastfamilie als an den anderen Tagen.
Donnerstag, der 13.07.2017: Nach einer zweistündigen Busfahrt waren wir in London angekommen. An diesem Tag machten wir mit dem Bus eine längere Stadtrundfahrt und sahen uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Metropole an. Nach der Rundfahrt konnten wir uns in Kleingruppen im Stadtviertel Covent Garden aufhalten. Danach sind wir noch zum London Eye gelaufen und konnten es uns aus der Nähe anschauen. Dann fuhren wir auch schon wieder zurück nach Eastbourne und verbrachten den Abend in den Gastfamilien.
Der Tag vor der Abreise war zunächst von unserem Besuch der Gildredge House Free School in Eastbourne geprägt. Dort nahmen wir am Unterricht in verschiedenen Klassen und Fächern teil. Es war eine schöne Erfahrung; zudem war es sehr interessant zu erleben, wie sich der Unterricht dort von unserem hier unterscheidet. Wir stellten den englischen Schülern unsere Schule anhand einer kurzen Präsentation vor, die so auch Einiges über unseren Schulalltag erfuhren. Anschließend fuhren wir zu den nahen Kreidefelsen am Meer (Birling Gap Beach); wir liefen hinauf, um die Aussicht zu genießen und verbrachten später noch ein bisschen Zeit am Strand, wo wir als Erinnerung ein Foto schossen. Um ein paar Geschenke kaufen und die Stadt besichtigen zu können, brachte uns unser Busfahrer Michael nach Eastbourne, wo wir uns in kleineren Gruppen in der Innenstadt aufhielten. So war der letzte Tag ein schöner Abschluss einer tollen Englandfahrt, die keiner so schnell vergessen wird.
Am Samstag war es dann soweit, unsere knapp einwöchige Studienfahrt nach England war fast zu Ende und es ging wieder nach Hause: Zwar nicht ganz so früh wie bei der Hinfahrt - aber trotzdem zu früh - trafen wir uns am zentralen meeting point. Die Koffer wurden in den Bus geladen und wir fuhren los. Weil wir die frühere Fähre in Dover knapp verpasst hatten, mussten wir am Hafen leider recht viel Zeit verbringen. Die meisten von uns nutzten diese Gelegenheit, um zur Toilette zu gehen und etwas zu essen. Die sich anschließende Fahrt mit der Fähre zurück nach Calais war angenehm. Auf dem europäischen Festland angelangt, hatte man, trotz der noch bevorstehenden langen Strecke, die ersten Heimatgefühle. Als wir nach den Stationen Frankreich und Belgien Deutschland erreicht hatten, dauerte die Fahrt noch gute fünf Stunden. Die geplante Ankunftszeit von 23 Uhr wurde letzten Endes etwas überschritten und so kamen wir am 16.07.2017 um 00:30 Uhr wieder am Gymnasium Karlsbad an.

Emre Altinbas, Lilly Fischer, Christian Plum, Katharina Maier (alle 8d), Joshua Gomero (8c)