Sitzung des Verwaltungs- und Finanzausschusses am 8. März 2017
Hauptthema der letzten Sitzung des Verwaltungs- und Finanzausschusses war die Schulsozialarbeit am Gymnasium und der Realschule. Schulsozialarbeiterin Annik Rädle gab den Räten einen umfassenden Bericht über ihre Tätigkeit.

Dieser bewertete die Arbeit rundweg als wichtig, ebenso die anwesenden Schulleiter beider Schulen. Christian Wehrle – Schulleiter des Gymnasiums und Harald Wolff - Schulleiter der Realschule sahen durch die Tätigkeit von Rädle eine deutliche Arbeitsentlastung der Lehrer. Wichtig sei ferner, dass die Schülerinnen und Schüler jetzt eine neutrale Ansprechpartnerin für ihre Probleme haben. Die finanziell von der Gemeinde getragene Schulsozialarbeit wurde zusätzlich zur bereits bestehenden Schulsozialarbeit der Gemeinschaftsschule im Februar 2016 geschaffen. Annik Rädle ist als Vollzeitbeschäftigte jeweils zur Hälfte dem Gymnasium und der Realschule zugeordnet und hat in beiden Schulen ein Büro. Aufgabe der Schulsozialarbeit ist die Einzelfallhilfe und Beratung bei individuellen Problemen der Schüler, weiter zählen zur Tätigkeit Präventionsprojekte und die Arbeit mit Schulklassen sowie die inner- und außerschulische Vernetzungsarbeit.

Aufgabenschwerpunkt Beratung und Einzelfallhilfe
Nach Absprache mit den Schulleitungen liegt der Aufgabenschwerpunkt bei beiden Schulen auf der Beratung und Einzelfallhilfe. Hierbei ist Frau Rädle Ansprechpartnerin für die Schülerinnen und Schüler bei schulischen, persönlichen und familiären Problemen. Darüber hinaus können sich auch Eltern an sie wenden, wenn sie sich um ihr Kind sorgen und/oder Fragen in der Erziehung haben. Schließlich ist die Sozialarbeiterin auch Ansprechpartnerin für Lehrkräfte bei sozialpädagogischen Fragestellungen. Seit Beginn der Schulsozialarbeit fanden am Gymnasium insgesamt 206 und an der Realschule 350 Beratungsgespräche statt, insgesamt 147 Einzelfallhilfen wurden geleistet. Die Beratungsgespräche drehten sich unter anderem um Konflikte und Probleme unter den Kindern und Jugendlichen wie Streitsituationen, Mobbing, schulische Probleme wie Leistungsabfall, Überforderungserleben, Konzentrationsprobleme, Prüfungsangst, unangemessenes Verhalten im Unterricht, Schulverweigerung, persönliche Probleme wie Ängste, Essstörungen, Liebeskummer, Niedergeschlagenheit, psychosomatische Beschwerden, selbstverletzendes Verhalten, Suizidgedanken, außerdem familiäre Problemlagen wie beispielsweise Trennung der Eltern, Tod eines Elternteils, Suchterkrankung eines Elternteils, psychische Erkrankung eines Elternteils und häusliche Gewalt.

Projekt- und Präventionsarbeit
Im Hinblick auf ihren zweiten Aufgabenbereich, der Projekt- und Präventionsarbeit, konnte Frau Rädle bisher ebenfalls in mehreren Bereichen tätig werden. Neben Veranstaltungen zur Gewalt- und Suchtprävention, die sie für Klassen organisierte und mitbegleitete, setzte sie sich auch für Projekte zur Stärkung der Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler ein. „Medienprävention ist wichtig, da Instant Messenger wie WhatsApp und Soziale Netzwerke wie Facebook beim Austragen von Konflikten unter den Schülern eine nicht unbedeutende Rolle spielen“, so Rädle in der Sitzung. Gerade diese Streitigkeiten unter den Schülern zählten sowohl an der Realschule als auch am Gymnasium zu den häufigsten Beratungsanlässen. Über die Schulsozialarbeit an beiden Schulen berichtete Schulsozialarbeiterin Annik Rädle in der jüngsten Sitzung des Verwaltungs- und Finanzausschusses.